Montag, 18. Oktober 2010

Die Mauer in den Köpfen der Konzernmitarbeiter

HUHU ich bin's wieder,

ich bin ja schon einige male für einen großen Automobilkonzern tätig gewesen, welcher in Niedersachsen beheimatet ist.
Dieser Konzern, welcher in der Nähe von Braunschweig seinen Sitz hat, hat auch heute noch sehr eigentümliche Betriebsregelungen.
Wenn man in dem Konzern selbst arbeitet, dann ist es ein sehr entspanntes und geordnetes Arbeiten,
aber sollte dem nicht so sein, fällt einem sehr schnell auf, das es auch heute noch die Klassenstände gibt.
Zwar sollten diese seit dem Mitelalter als veraltet und unpraktikabel geltenden Strukturierungen abgeschaft sein, aber dieser Konzern hält sie auch heute noch, aufgrund von einem bewahrungsbewusstsein, am Leben.

Dort gibt es erst einmal die Menschen erster Klasse.
Die Oberschicht. Mit tollen vergünstigungen und absoluter Abschottung von Externen Kräften.
Dieses sind die Festangestellten des Konzerns.

Dann kommen die Menschen 2ter Klasse.
Dieses sind die so gennanten Werksstudenten. Im Grunde haben Sie die selben vergünstigungen wie die Menschen erster Klasse, aber Sie müssen gute leistungen bringen. Sonst machen Sie den Flugschein.

Dann kommen die Menschen dritter Klasse.
Diese sind die Mitarbeiter der Tochterunternehmen.
Diese genießen noch ein gewisses Ansehen innerhalb des Konzerns, mit einigen vergünstigungen, jedoch ohne Abschottung von Externen Kräften.

und dann kommen die Menschen vierter Klasse.
Dieses sind die Externen Arbeitskräfte. Sei es die Putzfrau, welche über eine externe Firma an einen Ausweis gekommen ist, oder der Entwickler welcher von einem Zulieferer kommt.
Nicht nur das für alle Waren (Cantina, SB-Shops, ect.) sondern auch die Arbeitsbedingungen, sind weitestgehen egal.
Ausserdem dürfen nach den Regularien des Konzerns, Niemals Interne mit Externen zusammen in einem Raum sitzen. Ist ja auch logisch, da die Externen Kräfte, sonst die Moral verringern würden...immerhin Arbeiten diese ja mal wirklich.
Sie arbeiten sogar 40h in der Woche und nicht wie die Menschen erster oder zweiter Klasse 37h in der Woche.
Auch die Wochenendarbeit ist bei den Menschen vierter Klasse ein wenig einfacher. Immerhin muss sich nur ein Mensch erster oder zweiter Klasse bereit erklären anwesend zu sein. Dieses jedoch wird nur mit einer 7 Tägigen Anmeldung beim Betriebsrat möglich, denn die Menschen erster und zweiter Klasse dürfen sich ja nicht überarbeiten.

So weit mein Ausflug in die Vergangenheit.

Liebste Grüße

Nervo

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen